Helden des Alltags stehen
im Rampenlicht, sie treten im TV auf oder werden in Zeitungen
abgebildet. Auch gelangen einige so zu "Ruhm". Aber was ist
eigentlich mit den Helden des Alltags die sich nicht ins Rampenlicht
drängen aber trotzdem wichtig für unser tägliches Leben sind?
Hinsichtlich dieser Frage
haben wir uns auf die suche begeben und sind auf die Sekretärinnen
aus unserem Schulsekretariat gestoßen und wir haben uns gefragt
was so die Alltäglichen und auch außergewöhnlichen Aufgaben dieser
Sekretärinnen sind. Im folgenden Interview haben wir versucht einige
dieser Fragen zu klären.
Wir: Guten Morgen, wir
kommen aus dem Informatikkurs von Frau Kähler und wollten fragen, ob
sie vielleicht einen Moment Zeit für ein kleines Interview hätten. Fr.
Hilger: Aber natürlich! Wir:
Warum haben sie diesen Beruf gewählt? Fr. Hilger: Ich wollte
im Büro arbeiten und da ich vorher im Schulamt Bonn gearbeitet habe,
bewarb ich mich hier. Ich habe auch selber zwei Kinder und arbeite
deswegen gerne mit Schülern. Wir:
Was genau gehört denn zu ihren täglichen Aufgaben? Fr. Hilger: Ich arbeite
viel mit dem Computer, führe Telefongespräche mit Eltern und
beantworte Briefe. Ich bearbeite aber auch Schülerakten. Wir:
Und die Schüler??? Fr. Hilger: Die gehören
natürlich auch zu meiner Arbeit. Wie soll ich das nennen? Vielleicht
bemuttern? Wir: Ja, das beschreibt
ihre Arbeit ganz gut. Frau Hilger, können sie sich an eine Situation
erinnern, die nicht ganz so alltäglich war, die viel Kraft in
Anspruch genommen hat? Fr. Hilger: Ja da gab es
schon eine… Verletzungen gehen mir immer sehr nahe. Wir hatten auch
schon schwere Verbrennungen. Wir: Jetzt wieder zu
etwas schönerem. Was macht ihnen besonders Spaß an ihrem Beruf? Fr. Hilger: Einfach dass
es Abwechslung gibt. Jeden Tag gibt es andere Aufgaben und
Herausforderungen. Eigentlich mache ich nie das Selbe. Wir:
Was ist besonders Schwierig an ihrem Beruf? Fr.
Hilger: Oft bin ich der Puffer zwischen Eltern und Lehrern.
Teubler
(aus Nebenzimmer): Mir pünktlich einen Kaffee bringen!
Fr.
Hilger lachend:
Und natürlich das…
(Lehrer
kommt rein und sucht nach Schlüssel) Wir: Ist es nicht
schwierig immer allen gerecht zu werden? Sie können keine Arbeit
ohne Unterbrechung zu Ende führen. Immer kommt jemand rein, während
sie gerade am Computer arbeiten oder Akten durchlesen. Es ist sicher
sehr anstrengend alle Aufgaben zu erledigen. Fr. Hilger: Das ist kein
großes Problem. Die Lehrer haben immer Vorrang. Manchmal versuchen
sie auch selbst Gegenstände zu finden. Dreht
sich zu Lehrer um. Mit breitem Grinsen:
Die meisten habe ich aber gut erzogen! Wir:
Was wünschen sie sich weiterhin von ihrem Beruf? Fr. Hilger:ernst
Ich wünsche mir, dass es hier nicht so wird wie an amerikanischen
Schulen. Ich will nicht jeden Morgen von einem Detektor kontrolliert
werden. Und ich möchte keine Angst haben müssen, wenn die Tür
aufgeht. Außerdem möchte ich natürlich weiter gut mit den Lehrern
und Schülern zusammenarbeiten können. Wir:
Noch eine letzte Frage. Fr.
Hilger: Nur zu! Wir:
Wie wichtig glauben sie, sind sie für unseren Schulalltag? Fr. Hilger: Da müsst
ihr schon andere fragen! Na ja, ich glaube schon, dass hier im
Sekretariat ein Schnittpunkt für Lehrer und Schüler ist. Jeder kann
gerne mit seinen Problemen zu uns hierhin kommen. Wir: Das war es auch
schon. Vielen Dank für das Interview!