Wikipedia sagt über den Helden: "Ein Held (althochdeutsch helido) ist eine Person mit besonders herausragenden Fähigkeiten oder Eigenschaften, die sie zu besonders hervorragenden Leistungen, sog. Heldentaten, treibt. [...] Der Versuch einer Umschreibung könnte lauten: Ein Held setzt sich uneigennützig für eine Sache ein und ist dabei bereit, Opfer zu bringen und sein eigenes Leben einzusetzen, wobei er eine Vorbildfunktion erfüllt, mutig und willensstark ist. Generell dürfte aber gelten, dass der Heldenruhm eine Frage der Anschauung und nicht der Idee ist." (Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Held)
Doch
was heißt das für unsere Gesellschaft? Wo finden wir Helden und vor
allem: Wie erkennen wir sie, wenn es so schwierig ist einen Helden zu
umschreiben?
"Die
Kutte macht nicht den Mönch, ebenso wenig wie die Uniform eines
Generaladjutanten den Helden macht." (Heinrich Heine)
Wir
können uns einen roten Umhang zulegen, wir können versuchen zu
fliegen, indem wir von einem Hochhaus springen - aber das macht uns
nicht zu Helden. Wir können einer alten Dame über die Straße
helfen und ihr die Einkäufe ins Haus tragen - aber das macht uns
nicht zu Helden. Ich will jetzt und hier den Begriff "Held"
nicht genau definieren, denn man ist längst nicht ein Held, wenn man
sich als solcher fühlt. Andere müssen einen zum Held ernennen,
denke ich. Doch was zeichnet Helden aus? Sie helfen, sie sind da -
und zwar auch wenn es ihnen schlecht geht. Sie helfen, sie sind da -
auch wenn sie selbst Hilfe benötigen. Man muss keine Leben retten,
um ein Held zu sein.
„Die
wahren Helden leben 24 Stunden am Tag und nicht 2 Stunden in
irgendeinem großen Spiel.“
(Tennessee Williams)
Wir
können einer alten Dame über die Straße helfen, doch wenn an der
nächsten Straßenecke ein Obststand umgestoßen wurde, und wir
vorbei gehen, dann sind wir keine Helden. Niemand zwingt uns immer
und überall zu helfen, aber wir sollten nicht in dem Glauben leben,
dass wir Helden werden, nur weil wir einmal eine gute Tat
vollbringen.
"Helden
sind nicht Einzelne." (Martin Luther)
Alleine
sind wir nichts, alleine sind wir nur kleine Lichter in dieser
großen, weiten Welt. Aber gemeinsam sind wir Helden, einzig und
allein deshalb, weil wir zusammen sind. Weil wir uns mit anderen
zusammen tun und helfen - und zwar dort, wo es notwendig ist.